Sandburgen

Am Samstag ist die große Studentengruppe aus Kanada bei uns angekommen, 15 Studenten und eine Leiterin. Wir haben über den Pastor einen großen Schulbus organisiert und ab ging die Reise zum Flughafen, selbstredend natürlich nur für US $ Vorkasse. Als wir um 11:15 Uhr losgefahren sind, 11 Uhr war vereinbart, für haitianische Verhältnisse im Grunde pünktlich, kamen wir zuerst auch ganz gut vorwärts, dann aber war die Strasse dicht. Der Blick auf meine Uhr hat mir bestätigt, dass wir 1 Std. nicht einen Millimeter vorwärts gekommen sind, Motor war aus. Nach 1 Std. ging es weiter, ganze 3,5m und dann standen wir wieder. Man darf sich das folgendermaßen vorstellen. Die Straße ist eng, es können kaum Autos aneinander vorbei fahren. Die Gegenfahrbahn war frei, also was macht ein intelligenter Fahrer. Richtig. Er benutz die freie Gegenfahrbahn. Macht auch Sinn, die stehenden Autos auf der eigenen Fahrbahn zu überholen, die stehen ja nur da, weil sie gerade nichts besseres zu tun haben und schon gar nicht in Eile sind, da sie zum Flughafen müssen. Irgendwann kommst Du dann an den Knotenpunkt und die Intelligenten drücken seitlich in die Fahrbahn und sorgen dafür, dass der Gegenverkehr zum erliegen kommt. Das gleiche Spiel findet auf der eigenen Fahrbahn statt. Jetzt weißt Du warum kein Gegenverkehr vorhanden und warum 1 Std. Stillstand auf der eigenen Fahrbahn ist. Die Polizei kommt dann auch irgendwann und regelt den Verkehr. Manche Fahrzeuge auf der Gegenfahrbahn dürfen in die Spur rein, andere müssen den kompletten Weg im Rückwärtsgang gefolgt vom Gegenverkehr zurückfahren. Ein Gefühl von Schadenfreude kommt auf, wird aber auf Grund des Zeitdrucks doch sehr gedämpft. Nach über 3 Std. kommen wir am Flughafen an. Die Kanadier kommen mit 2 unterschiedlichen Maschinen an, eine davon hat Verspätung. Dafür kommt dieses Mal alles Gepäck auch wirklich an. Was hätte ich auch sonst mit dem Samstag anfangen sollen.
Am Sonntag haben wir alle kleinen Jungs, 6-12 Jahre alt, eingepackt und zusammen mit den Kanadiern an den Strand mitgenommen. 18 Jungs aus dem Heim und der Sohn vom Pastor. Jeder Erwachsen hat 1 Kind zugeteilt bekommen, da die wenigsten Kinder schwimmen können. Am Strand angekommen haben die Kinder sich die Kleider vom Leib gerissen und sind jauchzend ins Meer gesprungen. Stevenson hat mir unmissverständlich klar gemacht, dass er nicht ins Wasser geht und keinerlei Anstalten gemacht sich auszuziehen. Ich habe ihn dann einfach ausgezogen und ihm zu verstehen gegeben, dass er gerne bei mir auf dem Handtuch den Nachmittag verbringen kann. Das letzte Kleidungsstück war war noch halb an ihm, da ist er schon zu den anderen Kinder ans Ufer gesprungen. Erst nur am Rand und dann immer mutiger und weiter ins Wasser. Er hat mit den mitgebrachten Schaufeln und Eimer gespielt und mir mit Gesten und Worten mitgeteilt, dass es wunderschön hier ist. Die jüngeren Kids kommen sehr selten bis gar vom Gelände, und es ist ein riesen Abenteuer für sie. Auch für die Kanadier war es ein guter Einstieg. Den Ford hat unser Fahrer und den Kia habe ich gefahren. Heimwärts musste ich einen schmalen, leicht ansteigenden Waldeg bis zur Straße hinauf rückwärts fahren. Oben angekommen habe ich mich kurz im Applaus und dem Lob für meine Fahrkünste gesonnt und dann mich dann wieder den Schlaglöchern Haitis gestellt. Ein wirklicher gelungener Tag.

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Umtausch

Vom leckeren Weißbrot habe ich ja bereits ausführlich berichtet, damit das Brot einigermaßen genießbar wird habe ich ja im Dezember einen Toaster gekauft. Der ging vor ein paar Tagen kaputt, bei Bezahlung versicherte man mir aber, dass der Toaster 3 Monate Garantie habe. Braver Toaster ging genau in der Garantiezeit kaputt. Heute war eh Großkampfeinkaufstag, da wir Morgen die große Gruppe, 17 Personen, aus Kanada für 1 Woche erwarten. Ich also mit Fahrer gen Port au Prince zum Supermarkt. Es gibt auch hier im Ort Supermärkte, aber die haben alle das gleiche mehr als beschränkte Sortiment. Macht auch Sinn, wenn 3 am Ort ansässige Supermärkte genau das gleiche Warensortiment haben. Wer braucht schon Vielfalt. Wir also zu einem der großen Supermärkte gefahren, und dann war ich mal shoppen. 4 Einkaufswagen habe ich befüllt, ok die waren nicht so groß, aber trotzdem. Am Ende waren 3 Einpacker damit beschäftigt unseren Einkauf zu verstauen. Und weil ich gerade in so toller Shopping Stimmung war, fahren wir mal schnell den Toaster umtauschen. Schnell und Haiti ist ungefähr genauso zutreffend wie Leise und Haiti. War der Kauf des Toasters schon ein riesen Verwaltungsakt, so wird dieser mit dem Umtausch übertroffen. Ob die bei „ich bin doch nicht blöd, oder Geiz ist geil“ in der Ausbildung waren? Vor Abreise hatte ich mir noch einen Netbook in einem dieser deutschen Elektrosupermärkte gekauft. Nachdem der nette Verkäufer nach ewigen Suchen in den Weiten des Lagers endlich mein gewünschtes Objekt gefunden hatte, nachdem er mir vorher 2 mal das falsche Modell gebracht hatte, bin ich frohen Mutes zur Kasse. Jeder denkt, ok Kasse, zahlen und gut. Eh, nein. Der Artikel wird Dir an die Ausgabestelle gebracht, du darfst mit dem Lieferschein an der Kasse bezahlen und dich dann bei der Ausgabestelle noch mal anstellen. Dort wird dann geprüft, ob Du auch den Artikel den du gerade bezahlt hast bezahlt hast. Erlaubte ich mir dann irgendwann leicht entnervt die Bemerkung „kann ich jetzt bitte meine bezahlte Ware haben“. So was sollte man grundsätzlich unterlassen, weiß doch jeder, dass auf so eine unqualifizierte Äußerung nur ein Belehrung seitens des bestens geschulten Mitarbeiters erfolgen kann. Dem Warten auf die Ware schließt sich nämlich nun eine Abhandlung des Verkaufsvorganges an- sehr interessant. Nächstes Mal einfach Klappe halten.
In Haiti wird der Kaufvorgang eines Elektroartikels in so weit getoppt, als dass du nach der Kontrolle eine Kontrolle der Kontrolle durchläufst. Aber nun zurück zum Umtausch. Der Fahrer wurde dann irgendwann mit dem Toaster davon geschickt und ich durfte bei einem netten Herrn in seinem Büro bei minus Graden, wer hat eigentlich die blöde Klimaanlage erfunden, nette Konversation machen. Und weil ich gut erzogen bin habe ich ihn dann nett angelächelt und in gelobt, als er mitteilte, dass er kreolisch, französisch, ein wenig spanisch und ein wenig englisch könne. Irgendwann hatte ich Eiszapfen an diversen Körperteilen, außerdem möchte ich an dieser Stelle erwähnen, dass diese Kälte alles andere als gut für meine Erkältung ist. Mein Fahrer kommt nach einer halben Stunde zurück und meint, wir können Morgen wieder kommen, sie testen den Toaster. Ne, Freunde, da habt ihr euch die Falsche ausgesucht. Ich erstmal dem Fahrer erklärt, dass dies nicht zur Diskussion stehe, ich will entweder mein Geld oder einen neuen Toaster und ich komme ganz sicher nicht wegen dem Toaster Morgen wieder hierher. Unserem Fahrer bin ich ja keine Unbekannte und er weiß, dass ich ein nein nicht akzeptiere. Wir also zum Umtausch Herrn, der hat uns nach einer kurzen Anhörung gleich zum Chef weiter geschickt. Mein Fahrer etwas ratlos, wer könnte der Chef sein, worauf ich ihm zu verstehen gebe, dass ich wüsste wer es sein könnte. Ok, er mir hinterher und wir zum netten Herrn in die Kühlbox. Den habe ich wieder charmant angelächelt und ihm mitgeteilt, dass wir von auswärts kommen und dass es mich mehr kostet wieder hierher zu fahren, als der Toaster überhaupt Wert sei. Der nette Herr meint, dass er gerne prüft was er für mich tun kann. Der Toaster wird also an Ort und Stelle getestet, ok nach haitianischer Zeitrechnung, d.h. nochmal eine halbe Stunde warten. Dann teilt mir der Herr aus der Kühlbox mit, dass der Toaster kaputt ist. Bitte jetzt nicht grinsen und schon gar nicht lachen. Er schlägt mir vor, dass ich einen neuen Toaster mitnehmen darf. Ich bin begeistert und nach weiteren 10 min haben wir dann auch tatsächlich einen neuen Toaster und dürfen nach über 1 Stunden doch schon wieder weiterfahren. Gut, dass das Auto mit all den Einkäufen in der Sonne stand, ein Schattenplatz war nicht zu ergattern. Und überhaupt, die Butter lässt sich doch viel leichter auf dem Brot verstreichen, wenn sie schon etwas vorgewärmt ist.
Auf dem Rückweg noch schnell mal Internet Sticks gekauft, die bestellt Dachfarbe abgeholt und auf dem Markt Obst besorgt. Nach über 6 Stunden kommen wir endlich in Ca-Ira an. Und nach dem alle Einkäufe verstaut sind, kann ich dann um 16 Uhr auch endlich zu Mittagessen. Was jammere ich überhaupt hier rum, hatte ich doch zum Frühstück nahrhaftes ungetoastetes Weißbrot.
Ach übrigens auf der Hinfahrt war dann halt mal unsere Straßenseite mit einem Bus blockiert. Der hat da herum rangiert, stört insoweit keinen, als dass man einfach über die Begrenzung inklusive Bordstein auf die Gegenfahrbahn wechselt. Soweit so gut, etwas irritierend ist der Gegenverkehr dann schon, aber was soll`s in Großbritannien fahren ja auch alle links.

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Autofahren

Nach über 2 Monaten in Haiti bin ich heute zum ersten Mal selber Auto gefahren. Den großen Kia, mit der verlängerten Ladefläche. Ging echt gut. Man muss eben nur die vielen Schlaglöcher beachten, Pfützen besser gesagt Wasserlöcher mit unbekannter Tiefe durchfahren und keinen Schreck bekommen, wenn man in der Pfütze aufsetzt.
Wir sind zum Strand gefahren und hatten 7 von den älteren Mädels aus dem Heim dabei, war echt sehr entspannt und eine lustige Atmosphäre. Die Mädels hatten in Schlüsseln Spaghetti dabei, und hatten wirklich auch für uns 4 was eingepackt. Ich persönlich war mehr als begeistert. Es ist das erste Mal, dass ich erlebt habe, dass sich Haitianer um mich kümmern, und dann teilen sie auch noch das wenig was sie haben mit mir. Wir haben schon öfters die älteren Jungs mitgenommen, die Jungs nehmen aber nie was mit und kommen eher so in der Erwartung mit, dass wir sie dann versorgen. Von den älteren Jungs sprechen auch einige sehr gut englisch. Sie übersetzen aber immer nur dann für uns, wenn wir extra danach fragen, am besten über die Heimleitung, oder sie Geld dafür bekommen. Bis dato habe ich noch nicht erlebt, dass sie einfach so für uns übersetzen. Es ist ihnen sehr wohl bekannt, dass wir kein Kreol verstehen. Entweder es ist ihnen schlichtweg egal, ob wir was verstehen, oder sie vergessen uns einfach in diesem Moment.

Seit dem Wochenende quält mich eine Erkältung und hat mich heute Nacht und heute Tagsüber schachmatt gesetzt. Da meine Zeit hier in Haiti sich dem Ende zuneigt, kommt die Erkältung mehr als ungelegen. Wobei, wann kommt die schon richtig? Und mit einer Erkältung brauche ich bei meinen besten Freunden erst gar nicht vorfahren, die würden mich nur auslachen, wahrscheinlich käme ich gar nicht erst durch die Tür.

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Ausleihen

Am Sonntag war ein Arbeiter da und wollte sich unseren Akkuschrauber ausleihen. Jeder denkt an dieser Stelle kein Problem, Sonntag ist die Baustelle zu und der Akkuschrauber wird wohl eher nicht von uns benötigt. Und da es hier so etwas wie Mittagsruhe, geschweige denn Sonntagsruhe eh nicht gibt, wäre der Sonntag auch kein Hindernis. An dieser Stelle muss aber klar gesagt werden, dass die meisten Haitianer mit Gegenständen alles andere als pfleglich umgehende. Sicher sind nicht alle Haitianer so, jedoch haben wir bisher fast nur schlechte Erfahrungen gemacht. Mir ist nicht so ganz klar woran das liegt, mein Verdacht ist, dass sie den wirklichen Wert nicht erkennen. Wie sollten sie auch, geht es etwas kaputt, dann wird es eben ersetzt. Das ist auf der Baustelle nicht anders als bei den Kids. Finde ich doch auf dem Gelände ab und zu mal ein aufgeweichtes Malbuch, selbst mit Wasserfarben kann man hier nichts mehr ausrichten, oder sie zerren unseren Wasserschlauch über das steinige Gelände, was zur Folge hat, dass der Wasserschlauch am Ende kein Wasser mehr ausspuckt, da er vorher die vielen Löcher bedienen musste. Wenn ich mit den Kids was bastle oder spiele, so müssen sie am Ende alles wieder bei mir abliefern, sonst verschwinden die Dinge wie Schere oder Lineal in den Weiten des Waisenhaus Geländes. So habe ich die Einführung des neu gekauften Wasserschlauches mit einer kleinen Anrede versehen, dass dieser nicht auf dem Boden herum gezerrt werden dürfe, und dass pfleglich damit umzugehen sei. Es ist für mich sehr befremdlich zu sehen wie hier teilweise mit fremdem Eigentum umgegangen wird. Aus diesem Grund verleihen wir auch nichts mehr, weil der Zustand des zurück gebrachten Gegenstandes nicht dem vor dem Ausleihen entspricht, und der Leiher dann auch nicht das Geld hat den geliehenen Zustand zu ersetzten. So gilt eben für alle die Regel, nichts wird ausgeliehen. Schade.

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Karneval

In den Nachrichten habe ich gelesen, dass in Haiti Vielerorts Karneval Umzüge à la Karibik stattfinden. In unserer unmittelbarer Nähe jedoch nicht. Und da ich eh 2 Tage im Bett lag, ging das mehr oder weniger an mir vorbei. Gut, jetzt bin ich eh nicht so der Faschingstyp und kann mich weder mit roter Clownsnase noch mit Bommelhängendemknappenbikini vorstellen, von daher habe ich nicht wirklich das Gefühl etwas zu verpassen.
An dieser Stelle kann ich mich nur immer wieder wiederholen, denke ich es geht nicht mehr, werde ich eines besseren belehrt. Über Lärm habe ich ja bereits berichtet. Befindest du dich aber krank im Bett liegend, steigert sich der gefühlte Lärm und wird schier unerträglich. Soweit, dass du denkst: das halte nicht mehr aus. Aber genau dann wird es noch lauter. Hier auf dem Waisenhaus Gelände findet so eine Art Kirchenevent statt. Schon beim Aufbau des Events wurde mir ganz anders. Werden mehrere Boxen angekarrt, deren Größe in etwa der meinigen Körpergröße entsprechen. Mag ich auch klein sein, sind aber Boxen in gleicher Größe groß. Direkt hinter den Boxen wird ein großes Schlagzeug aufgebaut. Und damit auch ja nichts passiert und permanent Strom zur Verfügung steht, wird der eigene Generator mitgebracht. Zu meinem Leidwesen. Würden sie den Generator von GAiN verwenden, könnte ich einfach den Gebrauch untersagen, so darf ich mich an ihrem Lärm erfreuen. Gut große Boxen weit weg und nicht in Betrieb sind kein Thema, aber wie der aufmerksame Leser sicher bereits erraten hat, befinden sich die Boxen mal wieder in unmittelbarer Nähe meiner Behausung, direkt auf Rohbau des Kinderheimes. Auf meiner Terrasse sitzend kann ich quasi mit ausgestrecktem Arm die Boxen berühren, dass nenne ich mal einen VIP Bereich. So haben wir gestern beim Kartenspielen gleichzeitig die Fertigkeit in Zeichensprache und Lippenlesen anwenden können. Du liegst dann im Bett, die Ohrstöpsel bis zum Anschlag fast das Trommelfell berührend ins Ohr geschoben und der Lärm wird gefühlt kaum minimiert. Das Beste ist dann, wenn du wie ich gerade ein Buch liest, in dem Stille beschrieben wird. Da reicht die vorhandene Phantasie einfach nicht aus. Aber die Sehnsucht nach Stille steigert sich ins unermessliche und dieser Drang ist stärker als jedes Gelüst nach Vollkornbrot oder einer guten Brezen. Wer meine Vorliebe für Brezen kennt, weiß was das heißt. Ehrlich, die permanente Lärmbelastung ist ganz schön anstrengend.

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Künstlerisch begabt

Meine Zeichenfähigkeiten, wenn man in diesem Zusammenhang überhaupt von Fähigkeiten sprechen kann, gehen gegen Null. Ich kann mich bestens an meine Schulzeit erinnern, als ich Perspektiven-Zeichnen lernen durfte/sollte. Pah wer braucht das schon.
Mit den Kids setzte ich mich öfters am Nachmittag hin und wie basteln oder malen zusammen. Es ist echt erstaunlich wie sie schon in so kurzer Zeit Fortschritte machen. Als wir anfingen mit den Scheren etwas zu machen, konnte man feststellen, dass einige Kinder noch nie eine solche in der Hand hatten, geschweige denn damit was ausgeschnitten hatten. Bereits beim 3. Mal konnte man Richtig erkennen, was für Fortschritte sie machen. Alles geht über zeigen, da meine Kreolkenntnisse in etwa dem meiner Zeichenfähigkeiten entsprechen, aber es funktioniert. Ich mache was vor und sie machen es einfach nach. Gestern haben wir mal wieder gemalt. Dieses Mal haben wir weißes Papier genommen und ich fing einfach an ein Segelboot, ein Haus und die Sonne zum aus malen mit Bleistift vor zu malen. Das wollten dann alle und ich durfte fleißig vor malen und sie haben es ausgemalt. Die Kids haben auch immer erkannt was ich versuchte darzustellen. Nur bei der zeichnerischen Darstellung eines Osterhasen wussten sie nicht so Recht was das sein soll. Ich behaupte einfach das liegt daran, dass sie keine Osterhasen kennen, und in keinem Fall an meiner mangelhaften bildlichen Darstellung.
Nach Fertigstellung der Bilder wollten sie wie immer für ihre Kunstwerke gelobt werden, und diese an meiner Außenwand verewigt haben. Die Frage nach Tesafilm habe ich genutzt, um ihnen das Wort „Bitte“ und deren Bedeutung bei zubringen. Klingt möglicherweise spießig, aber die Kinder kennen kein Bitte und Danke, oder zumindest verwenden sie es nicht. Jedes Mal wenn sie also ein Tesafilm wollten, habe ich es ihnen nur gegeben, wenn das Wort bitte davor gesetzt wurde. Natürlich in Kreol/Französisch. Einer der Jungs hat sogar den Upgrade geschafft und sich nach Erhalt des Tesafilmes bedankt. Ein anderer Jungs hat von sich aus die herumliegenden Stifte aufgesammelt und in die Box gelegt. Ein kleiner verbaler Freudentanz mit viel Lob war meine Reaktion. Auch ist mir ein Bleistift und meine Wasserflasche zu Boden gefallen. Jedes Mal hat ein Kind von sich aus den Gegenstand für mich aufgehoben. Das war wirklich neu. Ohne mich besonders hervor tun zu wollen, bin ich aber sicher dass mein Vorbild sie inspiriert hat, da ich Dinge aufhebe, wenn sie zu Boden fallen. Die Kids kannten das nicht: was man nicht mehr braucht lässt man einfach fallen. Entsprechend viel Müll ist auf dem Gelände zu finden.
Es ist wundervolle zu sehen wie die Kinder diese Dinge wahrnehmen und nachahmen. Dabei muss man aber immer bedenken, dass schlechte Angewohnheiten mit der gleichen Aufmerksamkeit bedacht werden.

Um den Leser nicht zu langweilen, bleibt an dieser Stelle unerwähnt, dass ich eine entzündliche Stelle am Armen eines Mitarbeiters gereinigt, den Eiter entfernt und die Wunde verbunden habe. Weiterhin unerwähnt bleibt, dass ich nach einem Sturz den blutenden Ellenbogen eines Kindes gereinigt, desinfiziert und mit Pflaster zugeklebt habe. Und was hast Du so heute Morgen gemacht?

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Spiele spielen

Zugegeben in mir schlägt ein großes Zockerherz , bei Bohnanza kann ich nicht widerstehen und meine Mitarbeiter animiere ich zum gemeinsamen Zocken so oft es geht. Leider habe ich nicht wirkliche Druckmittel zur Hand. Gut, ich könnte als ihr Vorgesetzter sie dazu zwingen mit mir Karten zu spielen, aber wenn ich sie Zwinge, lassen sie mich wohl eher auch nicht gewinnen. Arbeiten doch alle hier freiwillig, finanzieren sich selbst und lassen auch einfach nicht alles mit sich machen. So würden auch Drohungen den Bonus auszusetzen, oder gar das Gehalt zu kürzen ins Leere laufen. Gut ich könnte ihnen den Toaster wegnehmen, aber der funktioniert eh gerade nicht. Na gut, dann lasse ich sie eben frei entscheiden was sie möchten.

Jetzt spielen die Haitianer liebend gern Spiele, aber inklusive mogeln. Ich muss zugeben, erzählt mir jemand eine unwahre Geschichte zu seinem eigenen Vorteil, dann nehme ich das mehr als persönlich und werde sehr ärgerlich.
Unsere Arbeiter sind auf Tagesbasis, sprich Tagelöhner, angestellt. Der Grund liegt darin, dass GAiN im Moment immer nur einen Leiter auf Zeit vor Ort hat, und daher die Arbeiter nicht fest einstellen kann. Ohne Leiter von GAiN vor Ort muss die Baustelle geschlossen werden.
In Haiti gibt es viele Feiertage und solche die eigentlich keine sind, aber dazu gemacht werden. Die Arbeiter hier vor Ort versuchen das Optimum für sich persönlich herauszuschlagen, was einen jetzt nicht unbedingt völlig erstaunt und fassungslos werden lässt. Vergessen oder auch nicht verstanden dabei wird jedoch, dass wir eine Hilfsorganisation sind die mit Spendengeldern versucht, anderen Menschen zu helfen. Ist es ihnen nicht zu verdenken, haben doch einige Bekannte in Deutschland mit Unverständnis darauf reagiert, als ich ihnen mitteilte, dass mein Einsatz eben nicht von Spendengeldern finanziert wird. Im Gegenteil willst du bei GAiN mitarbeiten, dann musst Du Geld mitbringen, sei es für deinen eigenen Lohn oder Spenden für das Projekt.
Wiederholt habe ich den Arbeitern erklärt, dass wir 4 Deutschen z.B. keinen Cent für unsere Arbeit erhalten, im Gegenteil wir bezahlen unseren Flug und die Kosten für Unterkunft – und Verpflegung aus eigenen Mitteln. Entweder sie glauben uns nicht, oder sie verstehen es nicht, läuft leider auf dasselbe hinaus. Die Arbeiter haben mir erzählt, dass an Karneval der 11. 2 und 12.2.13 ein gesetzlicher Feiertag sei, auch der 14.2.13, Valentins Tag, sei ein solcher. Sie fordern 3 freie Tage bei voller Bezahlung. Ich habe mich erkundigt, Karneval ist kein offizieller gesetzlicher Feiertag in Haiti und die Geschäfte haben auch geöffnet. Dass der Valentinstag kein Feiertag ist, hatte ich mir schon gedacht und wurde auch von anderer Haitianischer Seite bestätigt. Was mich ärgert ist, dass sie versuchen unsere Unwissenheit bzgl. der Feiertage auszunutzen, und mit frei interpretierten Feiertagen wie dem Valentinstag um die Ecke kommen. Ganz in Vergessenheit kommt ihnen dann, dass wir an Weihnachten und Neujahr Feiertage bezahlt haben.
Stellen sie sich manchmal unwissend, sind sie sicher nicht dumm und haben ihren Fehler bemerkt, als sie mir den Valentinstag unterschieben wollten. Sie haben dann beim Valentinstag großzügig angeboten zu arbeiten und sich über Feiertage im Allgemeinen geäußert und meine Unwissenheit der haitianischen Gepflogenheiten betont. Sie informieren mich, dass die Regierung sie verhaften würde, wenn sie an Feiertagen arbeiten würden. Die Regierung würde auch unsere Baustelle schließen, wenn auf dieser an Feiertagen gearbeitet. Sie müssten gar um ihr Eigentum wie ihre Autos bangen, da radikale Haitianer diese anzünden würden, wenn man an Feiertagen arbeiten würde. Abgesehen davon, dass die Geschichte mehr als hanebüchen ist, haben sie gar keine Autos, und wir zwingen gar niemanden bei uns zu arbeiten.
Die Krankenhäuser seien geschlossen. Als ich dies dann doch mehr als bezweifelte wurde mir erzählt, dass die Türen der Krankenhäuser geschlossen seien und man würde hinter verschlossener Tür arbeiten. Die Türen der Krankenhäuser in Haiti sind aus Sicherheitsgründen immer zu und durch einen Torwächter gesichert. Dann kam das Argument, dass jeder Feiertag gleich sei, da er ja den gleichen Namen „holiday“ habe, also unabhängig ob gesetzlich oder nicht. Der war gut. Danach war dann die Diskussion auch bald zu Ende und ich habe sie aufgefordert mir mitzuteilen, ob sie nächste Woche die besagten Tage unbezahlt frei nehmen möchten, oder gegen Lohn arbeiten möchten. Sie haben mir mitgeteilt, dass sie am 11.2. und 12.2.13 freinehmen werden und den Rest der Woche zur Arbeit erscheinen werden.
Ich gehe mal davon aus, dass mir wohl keiner von den Arbeitern am Valentinstag etwas schenken wird.

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Strand

Das Kinderheim befindet sich ja am Ende von Ca-Ira und liegt direkt am Strand. Strand kann etwas wunderbares sein, die Betonung liegt auf kann. Hier in Ca-Ira kann kann nur als könnte bezeichnet werden. Man darf sich schwarzen, dreckigen Sand mit Unmengen von Unrat vorstellen. All der Müll der es nicht zur Straßenverbrennung geschafft hat wird im Meer entsorgt und der ganze Dreck von der Hauptstadt wird hier her gespült. Solltest Du also eine leere Cola Flasche benötigen, so musst Du nur an den Strand und hast die Auswahl an Hunderten. Herrlich so wird jeder Strand Spaziergang zum Hindernislauf, auch eine Art von Spot. Es gibt auch gepflegte Strand Abschnitte, dort lässt sich aber ein in der Hängematte liegender Herr das Parken deines Autos gut bezahlen. Wollte der Herr doch tatsächlich US $ 10,– für 2 Stunden parken, da hast Du gleich das Gefühl Münchner Verhältnisse vorzufinden, Heimat kann überall sein. Den Parkwächter habe ich dann auf US $ 5,– herunter gehandelt, was immer noch viel zu viel ist, aber in Anbetracht der Tatsache, dass ich den Nachmittag nicht verhandeln auf dem Parkplatz verbringen wollte, dann doch bereit war zu bezahlen. Kaum am Strand kommt dir schon der erste Händler mit zappelnden Hummern, dicht gefolgt von der Früchte-Frau, zusammen mit dem Getränke Verkäufer entgegen. Als Zeitvertreib kannst Du dann auch haitianische Kunst am Strand für teures Geld kaufen. Aber das ist wohl überall auf der Welt gleich, Strand bedeutet Einkaufsmeile. Ist eben nur dann anstrengend, wenn du nichts kaufen willst. Egal wie oft du „nein“ in welcher Sprache und in welcher Lautstärke auch immer sagst, es wird nicht verstanden. Scheint der Strandverkäufer an sich doch grundsätzlich die Fähigkeit des verneinenden Hörens nicht zu beherrschen. Selbst an unserem Strand Hürden überwindend entlang zu laufen, lockt Verkäufer an und es werden dir Muscheln zum Kauf angeboten, als ob du nicht in der Lage wärst dich zu bücken und diese selbst auf zu heben.
Auf dem Gelände leben leider sehr viele Hunde, deren Eindringen auch nicht wirklich zu verhindern ist. Sie erfüllen auch teilweise ihren Job als Wächter, wobei sie auch gerne übertreiben und stundenlang vor sich hin bellen, selbstredend dann wenn der Depp kurz Luft holt und eine kleine Pause einlegt. Genau diese besagten Hunde folgen dir, sobald du Dich in Richtung Strand bewegst und begleiten Dich immer weider gerne ein Stück des Weges. Herrlich, wenn sie dann aus dem Meer kommend direkt neben dir ihr Gewand trocken schütteln.

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Ein Tag im Auto

Am Donnerstag hatte ich ein Meeting in Port au Prince. Auf dem Botschafter Treffen für Deutsche NGO`s hatte ich den Direktor, seine Assistentin und den Pressemanager der Kinder Not Hilfe (KNH) http://www.kindernothilfe.de/ kennengelernt. Im Rahmen dieses Treffens hatte ich GAiN vorgestellt und erklärt was wir in Haiti und Weltweit tun. KNH hatte angeboten, uns bei der Arbeit im Kinderheim in Haiti zu unterstützen. Das Kinderheim wird ja von der Haitianischen Gemeinde geleitet, mein Job war es “nur” den Kontakt herzustellen, z u diesem Zweck war ich beim ersten Meeting dabei. KHN prüft nun, in wie weit sie das Kinderheim unterstützen können, z.B. in Form von Fortbildungen für die Lehrer und Erzieher, Informationen über den Anbau von Gemüse, Pädagogik usw.
Bekanntlich ist Port au Prince nicht weg von uns, es dauert aber immer ewig bis dahin und der Verkehr in der Hauptstadt ist mehr als eine Katastrophe. Es gibt kaum Ampeln, und wenn haben die ewig lange Rotphasen, ansonsten hat der Vorfahrt, der sie sich nimmt. Jedoch gibt einem das langsame Fahren und der Luxus eines Fahrers die Möglichkeit Dinge zu beobachten. So erblicken meine Augen eine Frau im schulterfreien und seitlich geschlitzten kleinen Schwarzen, man bedenke es ist 8 Uhr morgens. Die Damen steht da auf dem Bürgersteig und unterhält sich mit Ihren Freundinnen, dann wendet sie mir den Rücken zu, und ein starkes Schmunzeln bis hin einem Lachen erfasst mich. Am Rücken springt ein sich deutlich abhebendes, cremefarbenes Sicherheitsetikett dem Betrachter ins Auge. Man kennt diese Teile aus Deutschland, ärgert man sich doch regelmäßig bei der Anprobe warum das Teil gerade an dieser Stelle angebracht worden ist und so die Anprobe erheblich beschwer. Entweder der Verkäufer hat nach dem Einkauf vergessen das Sicherheitsetikett zu entfernen, oder die Dame hat vergessen zu bezahlen. In jedem Fall scheint sie das Sicherheitsetikett nicht zu stören.

Das Meeting in Port au Prince ist nach 1 guten Stunde um kurz nach 10 Uhr zu Ende. Frage ich doch den anwesenden Pastor nach Außenfarbe für unser Guest house. Gesagt getan, fahren wir mal kurz an das andere Ende der Stadt, dort gibt es einen Baumarkt mit großer Auswahl an Farben. Gut, nach knapp 2 Stunden, gefühlten 5, sind wir dann auch am Ziel. Die Farbauswahl ist nicht berauschend und durch die Vorgabe aus Deutschland wird das Ganze auch nicht leichter. Mit meiner Wahl versuche ich den Vorgaben aus Deutschland bzgl des Farbwunsches und den vorhandenen Möglichkeiten gerecht zu werden. Jetzt quälen wir uns wieder durch Port au Prince, auf dem Nachhauseweg muss ich dann noch einen Stopp im Supermarkt und am Straßenfrüchtestand einlegen. Alles sehr mühsam, zeitaufwendig und von vielen Zuschauern begleitetes Tagesprogramm. Spätnachmittags in Ca-Ira ankommend habe ich dann genug für den Tag. Es ist manchmal schon etwas frustrierend wie viel Zeit für die einfachsten Besorgungen draufgehen.

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Kleine Helden

Im Kinderheim sind 7 Kinder erkrankt, davon haben 6 Malaria, bei einem steht das Ergebnis noch aus. Moskitonetze sind vorhanden und werden auch von den Mädels genutzt. Die Jungs tun dies nicht, entweder aus Unwissenheit oder Faulheit. Aus welchem Grund auch immer, nach dieser Diagnose werden alle Kinder angehalten auch ihre Netze zu benutzen.
Fieber in Haiti ist immer ein Alarm Zeichen. Da ich mich ja bestens in Krankenhäusern auskenne, begleite ich 2 Kinder die wegen Fieber ins Krankenhaus müssen. Ein Kind, Jackson, hat Durchfall, Fieber und Erbrechen und wird erst mal auf die Cholera Station gebracht. Ihr erinnert Euch: Beste Freunde, Loch im Brett, Zelt…ich bleibe also mit unserem Fahrer bei dem Kleinen auf der Cholera Station. Weiß ich doch genau was zu tun ist und versorge ihn mit dem nötigen Getränk. Der andere Bub, Jonas, hat nur „Fieber“ und befindet sich in Begleitung der Erzieherin, sie ist so eine Art Mama für die Jungs und wohnt zusammen mit Ihnen in einem Bungalow. Jonas muss in ein anderes Krankenhaus. Wir tauschen. Die Erzieherin übernimmt Jackson und ich fahre mit unserem Fahrer Jonas zum Krankenhaus vom Roten Kreuz. Dort wird Jonas stationär aufgenommen. Wir besorgen Medikamente für ihn. Ich muss Jonas verlassen, da wir Mitarbeiter von einer anderen NGO erwarten, diese muss ich auf dem Gelände des Kinderheims herum führen, da sie eine Wasserversorgungsanlage für uns bauen werden. Geplant ist, dass die Wasserfilteranlage nicht nur Trinkwasser für das Heim, sondern darüber hinaus auch für den Verkauf produziert.
Jackson hat kein Cholera und wurde in das gleiche Krankenhaus zu Jonas verlegt. In Haiti benötigt man Jemanden, der sich um einen im Krankenhaus kümmert. Eine Mitarbeiterin vom Heim fährt zum Krankenhaus, um sich um die Jungs zu kümmern und ich statte sie mit Bettzeug, Handtüchern, Getränken, Schoko-Keksen und Crackern aus.
Das Krankenhaus vom Roten Kreuz ist nicht umsonst. Das Heim muss hier eine Menge Geld bezahlen, auch für die anderen erkrankten Kinder muss sehr viel Geld für Behandlung und Medikamente ausgeben werden. So etwas wie eine Krankenversicherung scheint es nicht zu geben, und wenn doch dann haben die Kids keine.
Jonas und Jackson kommen schon am nächsten Tag wieder nach Hause. Jackson wird inklusive des anhängenden Tropfes nach Hause gebracht, davon bekomme ich jedoch erst nachts etwas mit. Spät abends klopft die Heimleiterin verzweifelt an meiner Tür. Ich verstehe nicht was sie möchte. Herausgestellt hat sich, dass die Infusion zu Ende ist und die Nadel gezogen werden muss. Ich schnappe mir also meine Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel und Pflaster und gehe zum Jungs Haus. Die Erzieherin hat bereits die Nadel gezogen, ok dieser Kelch ging an mir vorüber. Jackson weint aber erbärmlich, da sie nur brennendes Desinfektionsmittel haben. Ich rede beruhigend auf ihn ein und desinfiziere seine Hand mit nicht brennendem, schmerzfreiem Spray. Wir müssen unter Taschenlampenlicht agieren, da der Generator zu dieser späten Stunde bereits ausgeschaltet ist. Es gelingt mir Jackson zu beruhigen und klebe dem tapferen, kleinen Helden ein Pflaster auf Hand. Am nächsten Tag kontrolliere ich die Hand, aus Sicht eines Laien schaut diese gut aus.

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